C.G.Jung-Institut Berlin, Institut fr Analytische Psychologie und Psychotherapie cgji

Aus- und Weiterbildung

Institut für Jungianische Psychoanalyse und Psychotherapie
Aus- und Weiterbildungsinstitut für Psychoanalyse und Psychotherapie

Jetzt neu:

Weiterbildung zur/m Psychoanalytikerin/-er, für Psychotherapeuten  

Ärzte/Ärztinnen mit Zusatzbezeichnung Psychotherapie, Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinderpsychiatrie und Psychotherapie und für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

sowie Psychologen/Psychologinnen mit Fachkunde Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie können sich ab September in einem neuen Weiterbildungsgang am Institut für Psychotherapie e.V. zum Psychoanalytiker, Psychoanalytikerin weiterqualifizieren.

1. Termine der Informationsveranstaltungen

Unsere nächste Informationsveranstaltung ist am:

Freitag, den 29.08.2014 um 19:00 Uhr im Raum 12, Institut für Psychotherapie, Goerzallee 5, 12207 Berlin

Informationsveranstaltungen finden an unserem Institut für interessierte Ärzte, Diplom-Psychologen und Angehörige anderer akademischer Berufe regelmäßig 3-4 Mal jährlich statt.
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite www.ifp-berlin.eu und den entsprechenden Links zu den einzelnen Fachgesellschaften.

2. Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Diplom-Psychologen

Die Aus- und Weiterbildung des C. G. Jung-Instituts Berlin e. V. für Ärzte und Diplom-Psychologen wird durch die Fachgruppe Analytische Psychologie am Institut für Psychotherapie e. V. Berlin (IfP) durchgeführt.

Die Aus-/Weiterbildung zum Psychoanalytiker

Das spezielle Ausbildungsangebot des C.G. Jung-Instituts besteht in der Vermittlung jungianischer Theorien und deren Bedeutung für die Entwicklung klinischer Behandlungskonzepte. Eine Vertiefung der originär jungianischen Arbeiten wird ebenso angeboten wie die Herausarbeitung von Verbindungen und Unterschieden in Theorie und Praxis des freudianischen und jungianischen Ansatzes.
Nach langjähriger enger Kooperation von Sigmund Freud und Carl Gustav Jung kam es 1913 zum unüberbrückbaren Bruch und beide beschritten fortan - ausgehend vom Boden des bisher Erarbeiteten - neue und eigenständige Wege der Theorieentwicklung.
Da Jung durch seine ärztliche Tätigkeit an der psychiatrischen Klinik Burghölzli mit einer anderen Patientengruppe konfrontiert war als Freud in seiner ambulanten Praxis, beschrieb er schon damals Störungsbilder, die heutzutage unter dem Begriff der „frühen und strukturellen Störungen“ bekannt sind. Folglich entwickelte er diesbezüglich auch ein anders nuanciertes therapeutisches Behandlungskonzept als das konfliktorientierte Modell zur Behandlung ödipaler Störungen. Im Zentrum seiner Forschung und Behandlungstechnik stand u.a. die Individuation des Selbst. Der therapeutische Prozess zielte auf die Entfaltung des kreativen Potentials des Unbewussten ab. Während Freud in seiner Arbeit wesentlich kausal orientiert war und nach dem „warum“ fragte, wandte sich Jung einer finalen Betrachtungsweise mit der Frage nach dem „wohin“ zu. Die Psyche wurde dabei als ein sich selbst regulierendes System verstanden, das in der Behandlung nicht nur mit dem Blick auf das Abgewehrte (Freud), sondern auch mit dem Blick auf das betrachtet werden sollte, was von der Psyche in Form einer produktiven Leistung kompensiert wird (in Symptomatik, aber auch in Träumen). Diese ressourcenorientierte Haltung in der therapeutischen Arbeitsweise fand dann später - in den 70iger Jahren – Einzug in die Entwicklung systemischer Theorien und Therapien.
Der lebendige Diskurs im Institut und in der Weiterbildung setzt sich mit den theoretischen und klinischen Weiterentwicklungen nach C.G. Jung und S. Freud auseinander.
Bezugspunkte sind neben den Theorien der Analytischen Psychologie wie z.B. M. Fordham, J. Knox, V. Kast auch die Arbeiten der englischen Schule der Objektbeziehungstheorie wie z.B. die Schriften von D.W. Winnicott, M. Klein, W. Bion, P. Fonagy. > Literaturliste

Die von der Deutschen Gesellschaft für Analytische Psychologie (DGAP) und der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) anerkannte Aus- und Weiterbildung in der Fachrichtung Analytische Psychologie wird in Kooperation mit der Fachrichtung Psychoanalyse am IfP durchgeführt.
Die Aus- und Weiterbildung erfolgt nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) sowie in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Psychotherapievereinbarungen der KBV und erfüllt die Voraussetzungen der Ärztekammer Berlin für den Erwerb der Bereichsbezeichnungen „Psychoanalyse“ und „Psychotherapie“. Die Ausbildung gemäß dem Psychotherapeutengesetz (PthGes) erfolgt in Übereinstimmung mit den Anforderungen des Senators für Gesundheit und Soziales.
Zugelassen werden im Rahmen der verfügbaren Studienplätze und bei persönlicher Eignung Ärzte/Ärztinnen und Diplom-Psychologen/Diplom-Psychologinnen.

In den ersten Semestern erfolgt die Aus-/Weiterbildung für alle TeilnehmerInnen gemeinsam. Danach gliedert sie sich i. S. einer Schwerpunktbildung in die beiden tiefenpsychologischen Richtungen, Fachrichtung Analytische Psychologie oder Psychoanalyse, wobei die Positionen der jeweils anderen Richtung weiter berücksichtigt werden.

Nach dem Abschluss der Aus- und Weiterbildung wird die Fähigkeit und Berechtigung erworben, tiefenpsychologische und analytische Behandlungen durchzuführen und im Rahmen der GKV abzurechnen.

Außerdem kann nach dem erfolgreichem Abschluss die Mitgliedschaft im Institut für Psychotherapie, im C.G. Jung Institut, in der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) sowie in der Fachgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Analytische Psychologie (DGAP) sowie in der international association for analytical psychology (IAAP) erworben werden.

Struktur der Ausbildungsgänge

Die Aus-/Weiterbildung zum Psychoanalytiker/Psychoanalytikerin erfolgt berufsbegleitend und dauert mindestens 5 Jahre. Mit dieser Aus-/Weiterbildung wird die Approbation (Psychologische Psychotherapeuten), alle psychotherapeutischen Inhalte für den Facharzt und die Berechtigung erworben, psychoanalytische Behandlungen und tiefenpsychologisch fundierte Behandlungen durchzuführen.

Ist eine Approbation (Psychologische Psychotherapeuten) oder ein Zusatztitel Psychotherapie (Ärzte) bereits vorhanden, kann in einem kürzeren Weiterbildungsgang die psychoanalytische Fachkunde noch dazu erworben werden.

Gemeinsam mit der Fachrichtung Psychoanalyse bieten wir im Institut für Psychotherapie auch den Aus-/Weiterbildungsgang Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an. Dieser dauert mindestens 3 Jahre. Psychologische Psychotherapeuten erwerben alle Inhalte, um dann die staatliche Prüfung zur Approbation und Erlangung der Fachkunde Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie zu erlangen. Ärzte erhalten alle Inhalte, die sie für die Erlangung des Facharztes (Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie) benötigen.

Die Aus-bzw. Weiterbildung zum Psychoanalytiker/Psychoanalytikerin besteht aus der Vermittlung der theoretischen Inhalte, der intensiven Selbsterfahrung in einer Lehranalyse und dem begleiteten und supervidierten Lernen durch die praktische Arbeit mit den Patienten.

Im ersten Jahr werden Grundlagenkenntnisse in den Theorien der Analytischen Psychologie und den psychoanalytischen Theorien vermittelt.
Mit Beginn der Aus-/Weiterbildung beginnt in der Regel auch die Lehranalyse.
Nach dem ersten Jahr und dem erfolgreichen Vorcolloquium verlagert sich der Schwerpunkt auf die Vermittlung von Fähigkeiten zur Durchführung des Erstinterviews und der Erstellung von Anamnesen. Kenntnisse zur Erfassung der Psychodynamik der Erkrankung, der Diagnosestellung und der Indikation werden vermittelt. In Seminaren werden die Anamnesen ebenso besprochen und diskutiert, wie in den Supervisionen mit erfahrenen Kollegen.
Nachdem zehn Anamnesen erhoben und besprochen wurden, kann die Zwischenprüfung abgelegt werden. Nach der Zwischenprüfung wird die erste Behandlungserlaubnis erteilt. Es beginnt der so genannte Praktikantenstatus. Bis zur Erteilung der erweiterten Behandlungserlaubnis sollen weitere zehn Anamnesen erhoben worden sein.

Mit der Erteilung der ersten Behandlungserlaubnis können die Behandlungen begonnen werden. In der Regel wird mit den analytischen Behandlungen begonnen, dann tiefenpsychologisch fundierte Behandlungen übernommen sowie Kurzzeitpsychotherapien durchgeführt. Jede Behandlung wird sorgfältig durch die Supervisoren des Instituts begleitet. Regelmäßig sollen die Behandlungen auch in den technisch-kasuistischen Seminaren vorgestellt und diskutiert werden. Begleitet wird der praktischen Aus-und Weiterbildungsabschnitt durch Seminare und Vorlesungen zur Behandlungstechnik. Darüber hinaus ist es auch möglich, an den überregionalen technisch-kasuistischen Seminaren der DGAP teilzunehmen sowie die Veranstaltungen des C.G. Jung Instituts, z.B. den Arbeitskreis Analytische Psychologie zu besuchen.

Im Verlauf der Aus-und Weiterbildung ist die Teilnahme an den Seminaren zur Theorie und Praxis der analytischen Gruppenpsychotherapie mit 24 Doppelstunden obligatorisch. Dies ist dann auch der erste Bausstein für eine Weiterbildung in analytischer Gruppenpsychotherapie, die das Berliner Institut für Gruppenanalyse in enger Kooperation mit dem C.G. Jung Institut durchführt. (Link)

Zum Abschluss der Aus-Weiterbildung wird eine Examensarbeit angefertigt. Diese ist eine ausführliche kasuistische Darstellung eines Behandlungsfalles einschließlich der theoretischen Reflexion. In einem Abschlussexamen wird über die vorgelegte Arbeit diskutiert.
Zusätzlich werden nach den Richtlinien des Psychotherapeutengesetzes für Psychologen und nach den Richtlinien der Berliner Ärztekammer für Ärzte werden – teilweise extern - entsprechende Prüfungen durchgeführt, die zur Erlangung der Approbation bzw. der Zusatzbezeichnung Psychoanalyse  führen.

3. Information und Anmeldung

Genauere Informationen entnehmen Sie bitte den jeweils aktuellen Aus- und Weiterbildungsrichtlinien, die Sie in der Geschäftstelle des C. G. Jung-Instituts Berlin anfordern können.

Weitere Fragen beantworten wir als Vorstand Ihnen gern persönlich oder auch unsere Sekretärin am IfP.  Die Anträge auf Zulassung zur Aus- und Weiterbildung erhalten Sie auch im Sekretariat. Schauen sie hierzu bitte unter Kontakt.

Für weitere Fragen stehen Ihnen das Sekretariat und unser Infotelefon zur Verfügung.

Infotelefon: (0 30) 84 18 67 67

4.   Vorlesungsverzeichnis

Hier finden Sie  das aktuelle VorlVerzWS14 15.pdf.pdf