Aktuelles

Fr. 17.02.2023, 20 - 22 Uhr — Prof. Dr. phil. Brigitte Dorst, Münster

Traumkonferenz C. G. Jung-Institut Berlin, I/2023

Träume als Wegweiser

Liebe Mitglieder des C.G. Jung-Instituts Berlin!

Wir freuen uns sehr, dass wir für den Vortrag zu unserer Traumkonferenz 2023 Frau Prof. Dr. Dipl.-Psych. Brigitte Dorst gewinnen konnten.
Zu ihrem Vortrag schreibt sie: „Die Träume sind die leitenden Worte der Seele. Wie sollte ich daher meine Träume nicht lieben und ihre rätselvollen Bilder nicht zum Gegenstand meiner täglichen Betrachtung machen? … Die Träume bereiten das Leben vor, und sie bestimmen dich, ohne dass du ihre Sprache verstehst.“ (C. G. Jung, Das Rote Buch. Der Text, S. 143)
So spricht C. G. Jung über die Bedeutung der Träume. In der Arbeit mit Träumen geht es darum, miteinander ihre geheimnisvolle Sprache zu entschlüsseln, sich für das tiefere innere Wissen zu öffnen, das in ihren Botschaften enthalten ist. Träume können Hinweise zur Selbsterkenntnis geben und dabei helfen, Schwierigkeiten in der gegenwärtigen Lebenssituation aus einer größeren Perspektive zu betrachten. Sie beziehen sich nicht nur retrospektiv auf etwas Vergangenes, sondern manche sind auch als vorausschauend und zukunftsorientiert zu verstehen.
In einer Traumgruppe geht es vor allem darum, mit Achtsamkeit und Einfühlung in aktive Resonanz mit den besprochenen Träumen zu gehen und sich auf das Kreative und Schöpferische des Unbewussten in den Träumen einzulassen.

 

Prof. Dr. Brigitte Dorst, Dipl.-Psychologin, Dr. phil., Professorin für Psychologie, approbierte Psychotherapeutin und Jung’sche Psychoanalytikerin, Lehranalytikerin u.a. am C. G. Jung-Institut Stuttgart, Dozentin an den C. G. Jung-Instituten Zürich und Stuttgart, Trainerin für Gruppendynamik und Supervisorin, 2008–2017 Wissenschaftliche Leiterin der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie (IGT). Langjährige Fort- und Weiterbildungstätigkeit in den Bereichen Psychotherapie, Supervision und Beratung. Zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen u.a. zu: Symbolpsychologie und therapeutisches Arbeiten mit Symbolen, Analytische Psychologie und Spiritualität, feministische Psychotherapie / weibliche Individuation, Transpersonale Psychologie, Analytische Arbeit mit Gruppen / Gruppenselbsterfahrung, Krisenintervention, Psychologie des Alters, Sufismus.

 

Veröffentlichungen: Dorst, B.: Das Wissen des Herzens. Analytische Psychologie und Spiritualität. Patmos, Ostfildern 2023 (in Vorbereitung); Dorst, B.: Resilienz. Seelische Widerstandskräfte stärken. Aktualisierte Neuausgabe. Patmos, Ostfildern 2023 (erscheint im März 2023). Dorst, B.: Therapeutisches Arbeiten mit Symbolen. Wege in die innere Bilderwelt. 3., aktualisierte Aufl. Kohlhammer, Stuttgart 2022. u.v.a.m. Literaturliste erhältlich beim Vortrag!

 

Ort: IfP/JIB, Standort Hauptstr. 19, 10827 Berlin-Schöneberg

Die Zertifizierung ist beantragt.

Preis: kostenlos

Interne Veranstaltung. Nur für Mitglieder des JIB.
Fr. 03.03.2023, 20-22 Uhr — Prof. Dr. Werner Theobald, Kiel

Arbeitskreis Analytische Psychologie – März 2023

Trauma – Existential oder Preis der Moderne?

Herr Theobald schreibt zu seinem Vortrag: Aus der wissenschaftlichen, distanziert-rationalen AußenBetrachtung ist ein Trauma die Reaktion eines in seinen Verarbeitungsmöglichkeiten überforderten Organismus infolge schutzloser Preisgabe des gefährdeten Selbst. Im Erleben der Betroffenen, der Innen-Betrachtung, erscheint ein Trauma anders: hier wird der Abgrund der Existenz erfahren.
Diese Erfahrung gleicht in auffallender Weise dem Existential der (Daseins-)Angst, wie es die Existenzphilosophie beschrieben hat – es gilt ihr (mit Heidegger) als fundamentalontologischer Befund. Dagegen wurde eingewendet, dass mit diesem Befund keineswegs ein fundamentalontologischer Tatbestand erfasst werde, sondern lediglich die existenzielle Seite einer ganz bestimmten Ontologie: die „Gestimmtheitslage“, die eintrete, wenn mit einem historisch siegreichen, alles umfassenden ontologischen Konzept Gott den
Menschen entschwunden sei). Für diese kulturhistorische Deutung spricht einiges. Horst-Eberhard Richter (1979) formulierte sie bereits als Gotteskomplex, Roman Lesmeister (2021) reformulierte sie als Gottverlassenheit im Rahmen seiner Analyse des „leeren Selbst“. Man kann aber zugleich – mit guten Gründen – die Frage stellen, ob die traumatische Erfahrung des Nichts bzw. Abgrunds sich nicht doch „in allem Sein verbirgt“.
Im Vortrag werden beide Perspektiven, die ontologische und die kulturhistorische, diskutiert. Die Zuhörer:innen sind eingeladen, das Ergebnis dieser Reflexion in Bezug zur eigenen therapeutischen Erfahrung zu setzen.

 

Prof. Dr. Werner Theobald ist außerplanmäßiger Professor für Ethik in den Lebenswissenschaften an der Universität Kiel. Sowohl philosophisch als auch psychologisch und theologisch ausgebildet arbeitet er seit Jahren über Grundfragen der Moralphilosophie und angewandten Ethik mit besonderer Berücksichtigung von Moralpsychologie und neurobiologischen Grundlagen moralischen Verhaltens. Aus der Beschäftigung mit Traumata entwickelte er eine existenzielle Ethik, für die das Bewusstsein der Verletzlichkeit des Selbst konstitutiv ist.

 

Ort: IfP/JIB, Standort Hauptstr. 19, 10827 Berlin-Schöneberg

Die Zertifizierung ist beantragt.

 

Der Arbeitskreis Analytische Psychologie ist die regelmäßige Fortbildungsveranstaltung des C.G.Jung-Instituts Berlin für alle Mitglieder und Ausbildungskandidat*innen. Der AK findet vier mal pro Jahr statt. Gäste sind uns willkommen, wir bitten bei Interesse um eine kurze E-Mail-Mitteilung an den Leiter des AK Dr. Claus Braun (clausbraun(at)online.de).

 

Preis: kostenlos

Interne Veranstaltung. Für Mitglieder des JIB, auch für Mitglieder und AWBT des IfP, Gäste nach Anmeldung willkommen.
Do. 09.03.2023 - 12.03.2023

DGAP Frühjahrstagung 2023

Träume weiter: Der Traum zwischen Wirklichkeit und Utopie

Ort: Hospitalhof Stuttgart

Anmeldung und Programm:
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Teilnehmer an dieser Veranstaltung erhalten Fortbildungspunkte. Der Antrag auf Akkreditierung wird bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg gestellt.

Öffentliche Veranstaltung
Weitere Veranstaltungen