Literatur

Wir entdecken immer wieder etwas Neues über uns selbst. Fast jedes Jahr taucht wieder etwas Neues auf, das uns bisher unbekannt war. Jedesmal meinen wir, jetzt seien wir am Ende unserer Entdeckungen angelangt. Das sind wir aber nie.

C.G. Jung (Aion, GW Band 9/2, 1995, S. 282)

Literaturliste Fachrichtung Analytische Psychologie

Hier finden Sie, unterteilt nach Ausbildungsabschnitten, unsere Literaturempfehlungen. Die Titel der Kernliteratur sind hervorgehoben. Die Gesammelten Werke von C.G. Jung sind mit GW bezeichnet (Ausgabe des Walter-Verlags). Redaktion: Claus Braun, Tel. (0 30) 31 50 65 55, E-Mail: clausbraun(at)t-online.de

1. Basisliteratur Vorbereitung Vorkolloquium

1.1. Allgemeine Einführungen

1.1.1. Definitionen

1.2. Entwicklungspsychologie

1.2.1. Kleinkindforschung

1.2.2. Adoleszenz

1.3. Theorien zum Unbewußten

Bibliothek_Raum12

Seminarraum und Bibliothek im C.G. Jung-Institut Berlin/ Institut für Psychotherapie Berlin

1.3.1. Traumtheorie

1.3.2. Libidotheorie

1.3.3. Komplextheorie

1.3.4. Archetypenlehre

1.3.4.1. Anima / Animus

1.3.4.2. Schatten

1.3.4.3. Selbst.

1.3.4.4. Persona

1.3.5. Typologie

1.3.6. Persönliches Unbewusstes

1.3.7. Kollektives Unbewusstes

1.3.8. Transzendente Funktion

1.3.9. Synchronizität

1.4. Individuation

1.4.1. Frauen

1.4.2. Männer

1.4.3. Sexualität

1.4.4. Alter und Tod


2. Basisliteratur Vorbereitung Zwischenprüfung

2.1. Anamnese, Erstinterview

2.2. Kassenantrag

2.3. Diagnostik

2.3.1. OPD

2.4. Psychopathologie / Allgemeine Neurosenlehre


3. Basisliteratur Behandlungsabschnitt und weiterführende Literatur

3.1. Behandlungstechnik allgemein

3.1.1. Behandlungsziele in der AP

3.1.2. Therapeutische Beziehung

3.1.3. Aktualkonflikt / frühkindlicher Konflikt

3.1.4. Übertragung / Gegenübertragung

3.1.5. Abwehr, Widerstand

3.1.6.Therapeutische Haltung und Setting

3.1.7. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

3.1.8. Analytische Psychotherapie

3.2. Spezielle Psychopathologie

3.2.1. Hysterie

3.2.2. Depression

3.2.3. Angststörungen

3.2.4. Zwangsstörungen / Essstörungen

3.2.5. Perversion

3.2.6. Frühstörungen / Selbstwertstörungen

3.2.7. Psychosen

3.2.8. Psychosomatische Störungen

3.2.9. Traumatisierung

3.3. Behandlungstechnik Erwachsene

3.3.1. Phasen des analytischen Prozesses

3.3.2. Amplifizieren und Deuten

3.3.3. Umgang mit Träumen

3.3.4. Gestaltungstechniken

3.3.5. Aktive Imagination

3.3.6. Einsatz von Psychopharmaka

3.4. Behandlungstechnik Kinder / Jugendliche

3.5. Behandlungstechnik Gruppe


4. Identität als Jungianer*in

5. Supervision / Lehranalyse

6. Psychotherapie-Forschung

7. AP und Naturwissenschaften

8. AP und Politik

8.1. AP und ethnopsychotherapeutische Aspekte

9. AP und Philosophie

9.1. Chaostheorie

9.2. Ethik

10. AP und Religion

11. Theoriebildung

12. Geschichte der Analytischen Psychologie

12.1. Biografien

12.2. Jung und Freud

12.3. Jung und der Nationalsozialismus

13. Psychoanalyse

13.1. Entwicklungslinien freudianischer Theorie

13.2. Objektbeziehungstheorien

13.2.1. Selbstpsychologie

Vergriffene Titel der Analytischen Psychologie, die nicht neu aufgelegt werden, sind möglicherweise auch unter der Adresse www.opus-magnum.de zu finden.

Für weitere Literaturrecherchen können auch Psychoanalytic Electronic Publishing und die Literaturdatenbank der DPG aufgesucht werden.

Publikationen von Mitgliedern

Aktuelle Publikationen von Mitgliedern des C.G.Jung-Instituts finden Sie auf der Webseite des IfP Berlin.

Fachzeitschriften

Analytische Psychologie – Zeitschrift für Psychotherapie und Psychoanalyse

Die Zeitschrift befasst sich seit über 50 Jahren mit der Vertiefung und mit den Weiterentwicklungen der Analytischen Psychologie nach C. G. Jung. Veröffentlicht werden Beiträge zu praktisch-klinischen und theoretischen Themen der psychotherapeutischen und psychoanalytischen Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Die Zeitschrift versteht sich als ein internationales Forum für die unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Analytischen Psychologie. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Dialog mit den anderen Traditionen der psychoanalytischen Gemeinschaft zu fördern. Beiträge zur Zeitgeschichte, zu Kultur, Religion und Gesellschaft finden ebenso Berücksichtigung wie Untersuchungen aus der Psychotherapieforschung und verwandten Wissenschaften. Rezensionen tiefenpsychologischer und psychoanalytischer Literatur sowie Kongress- und Veranstaltungshinweise werden regelmäßig veröffentlicht.

Weitere jungianische Fachzeitschriften und Journale finden auf der Webseite der Fachgesellschaft DGAP. Einen Überblick über weitere psychoanalytische Fachzeitschriften finden Sie auf der Webseite des IfP Berlin.

C.G. Jungs Originalbriefe an Sigmund Freud –
Von schrankenloser Bewunderung und restlichem Schweigen

Auf e-manuscripta.ch, der Plattform für digitalisierte handschriftliche Quellen aus Schweizer Bibliotheken und Archiven, präsentiert das Hochschularchiv der ETH Zürich 193 Briefe von C.G. Jung an Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse. Dieser Meilenstein erfolgt wenige Monate nachdem das Hochschularchiv der ETH Zürich die Katalogdaten zu über 32’000 Briefen von und an C.G. Jung in seiner Archivdatenbank aufgeschaltet hat.

Darin lässt sich insbesondere der Verlauf der zuletzt unglücklichen Freundschaft zwischen den beiden Geistesgrössen nachvollziehen. So gesteht C.G. Jung in einem Schreiben von 1907 seine „schrankenlose“ Bewunderung für den „Menschen und Forscher“ Freud, ja seine Verehrung besitze gar „einen ‚religiös‘-schwärmerischen Charakter“. Zum Jahreswechsel 1912/13 hat sich der Tonfall ins Gegenteil verkehrt: Jung diagnostiziert seinem ehemals väterlichen Freund eine Neurose, und nachdem ihm Freud gekränkt die Freundschaft aufkündigt, setzt Jung der persönlichen Beziehung mit dem Shakespeare-Zitat „Der Rest ist Schweigen“ einen Schlusspunkt.

Die Antwortbriefe befinden sich in den Sigmund Freud Archives. Auch diese Briefe liegen in digitalisierter Form vor und können in den Sigmund Freud Papers auf der Webseite der Library of Congress eingesehen werden. Die Publikation der gescannten Originalbriefe Jungs an Freud war Dank der freundlichen Genehmigung der Stiftung der Werke von C.G. Jung möglich.