Aktuelles

Sa. 29.02.2020, 9 Uhr — Berliner Netzwerk für Psychosenpsychotherapie, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte

Leiblichkeit – Psychose – Psychotherapie

CME-zertifizierte Fortbildungsreihe: Psychotherapie für Menschen mit psychotischen Erkrankungen - Psychodynamische Verfahren

Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen, ich freue mich sehr, Ihnen unser kommendes Symposium zum Thema  „Leiblichkeit – Psychose – Psychotherapie“ am Samstag, den 29.02.2020 ankündigen zu dürfen.  
Nachdem wir uns bereits 2018 mit körperlichen Aspekten der Manifestation, des Verstehens und der Behandlung psychotischer Erkrankungen – und damals insbesondere mit dem Thema der „Ich-Grenze“ – beschäftigt haben, möchte wir uns nunmehr in besonderer Weise der Rolle einer veränderten „Zwischenleiblichkeit“ bei PatientInnen mit Psychosen widmen.  
Dabei wird der therapeutische Bezug ganz im Vordergrund stehen – sowohl aus psychoanalytischer Sicht, als auch aus dem Blickwinkel der psychodynamisch orientierten Musiktherapie. Sowohl nach den vier Vorträgen als auch während der Podiumsdiskussion mit den Referenten wird es ausreichend Raum für Erfahrungsaustausch geben. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt.  

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf eine inspirierende Veranstaltung zum Jahresbeginn!
Mit herzlichen Grüßen zum Neuen Jahr, Christiane Montag,
für das Berliner Netzwerk für Psychosenpsychotherapie

Programm

9.00h     Begrüßung, Einführung –     Eberhard Jung

9.15-10.00h  Vortrag & Diskussion: Einführung in das Thema – Christiane Montag, Moderation: Eberhard Jung

10.00-11.00   Vortrag & Diskussion: Gestörte Zwischenleiblichkeit in der Psychose: Ein  Mensch in einem verrückten Körper – Hildegard Wollenweber, Moderation: Bettina Jesberg

11.00-11.30h   Kaffeepause

11.30-12.30h   Vortrag & Diskussion: Zwischenleiblichkeit in der therapeutischen Arbeit mit Menschen mit Psychoseerfahrung aus musiktherapeutischer Sicht – Johannes Kämper,    Moderation: Anneli Bittner

12.30-14.00h   Mittagspause mit Imbiss

14.00-15.00h   Vortrag & Diskussion: Stimmenhören als ‚rohe Sinnesdaten‘ – Erfahrungen aus der Behandlung einer begabten Patientin – Norbert Matejek, Moderation: Simone Ross

15.00-16.00h   Podiumsdiskussion mit Referenten

 

Ort: Hörsaal Innere Medizin / Südflügel, Charité Universitätsmedizin, Campus Mitte, Charitéplatz 1 (intern: Sauerbruchweg 2), 10117 Berlin

Mehr Informationen im Flyer_29.02.2020.

Wir bitten, wenn möglich, um Anmeldung per Mail:  Email: psychosenpsychotherapie@web.de

CME-Zertifizierung: ca. 10 Fortbildungspunkte

Preis: 100/erm. 70 Euro

Öffentliche Veranstaltung
Do. 05.03.2020 - 08.03.2020

DGAP Frühjahrstagung 2020

Faszination des Bösen - erleben, durchleben, widerstehen

Wir leben in Zeiten der Unruhe. Wie verortet sich der individuelle Mensch in einem Kollektiv, das von den Krisen unserer Zeit überschattet und bedroht ist: von der Zerstörung unserer Welt durch den Klimawandel, von zunehmender Gewaltrhetorik und Aufrüstung, durch expandierende Gentechnik und schleichenden Einfluss zunehmender Digitalisierung?

Bisherige kollektive Werte und Ideale geraten ins Wanken und befördern wirkmächtige Projektionen von Inhalten, die sich der symbolisierenden Kraft der Psyche weitgehend entziehen. Schattenhafte Gedanken der Kollektivpsyche werden gesellschaftsfähig, bedienen sich der Angst und des Grolls und befördern Gewalt im Individuum und Kollektiv. Sie entfalten eine faszinierende Energie, welche als  unbewusste Hintergrundmusik in unserem Leben mitschwingt und erklingt.

Es geht uns um die Faszination <des Bösen>.

„Wie wesentlich die Auseinandersetzung zwischen dem Bewusstsein und den archetypischen Inhalten ist, darf in gar keiner Weise aus dem Auge verloren werden, sonst haben wir aus den Fehlern Jungs nichts gelernt“.  Verena Kast, Der Schatten in uns, S.71

Anliegen der Tagung ist es, die Faszination – lateinisch: Beschreiung, Behexung –  durch <das Böse> zu reflektieren und sich so der verführerischen Anziehungskraft <des Bösen> anzunähern.

Das Tagungsthema „Die Faszination des Bösen“ beschäftigt sich mit dem Reiz und der Verführung, die von bewussten und unbewussten destruktiven Kräften ausgehen können. Das „Böse“ ist als Gegensatz zum „Guten“ archetypisch in der menschlichen Natur angelegt und wird eher dem unbewussten und ungewünschten, verdrängten Schattenanteil der Seele zugeschrieben. J.W. Goethe drückt es mit den berühmten Worten Fausts aus: „Du bist Dir nur des einen Triebs bewusst, o lerne nie den anderen kennen! Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust, die eine will sich von der anderen trennen.“

Das „Böse“ im Kollektiv erleben wir Menschen der heutigen Zeit durch globale existentielle Bedrohungen, wie z.B. dem Klimawandel und dessen unabsehbare Folgen. Politische Unsicherheit, Terror und Gewalt bewirken kollektive Hilflosigkeit und erzeugen Ängste. Der wachsende Populismus benutzt diese Ängste und führt zur Spaltung der Gesellschaft und Werteverlust.

 

Es erwarten Sie viele spannende Vorträge, Diskussionen, Arbeitsgruppen und parallele Veranstaltungen. Neu in diesem Jahr sind auch zwei Foren: das „Werkstattforum“, mit dem wir Raum für die Darstellung eigener Projekte der jungen Generation schaffen und das “Kinderanalytische Forum” mit dem wir die Faszination des Bösen in den Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie stellen.

Programm und Anmeldung via Webseite der DGAP.

Ort: Hospitalhof Stuttgart

Preis: Mitglieder der DGAP: 330 - 380 Euro

Öffentliche Veranstaltung
Fr. 13.03.2020, 20:00 - 22:00 Uhr — Prof. Dr. med. Christian Pross, Berlin

Arbeitskreis Analytische Psychologie

Psychiatrie im Spannungsfeld von kranker Seele und krankmachenden Strukturen: Das Sozialistische Patientenkollektiv Heidelberg (SPK) 1970-1971

Vortrag: Das Sozialistische Patientenkollektiv Heidelberg war das utopische und gescheiterte Experiment eines Arztes und seiner Patienten, die glaubten, psychische Krankheiten könnten durch revolutionäre Aktionen geheilt werden. Entstanden war es aus dem Protest einer Patientengruppe gegen die Entlassung ihres Arztes Dr. Huber aus der Psychiatrischen Poliklinik der Universität. Das SPK selbst bezeichnet sich als »erste Patientenselbstorganisation in der BRD und in der Welt«. Die einzig konsequente kausale Bekämpfung der Krankheit bestehe in der »Abschaffung der krankmachenden privatwirtschaftlichen, patriarchalischen Gesellschaft«. Die öffentlichen Äußerungen des SPK, aber auch die seiner Gegner, waren zunehmend von radikaler Rhetorik geprägt. Der Konflikt eskalierte und gipfelte Ende Juni 1971 in Polizeiaktionen und Verhaftungen mehrerer SPK-Mitglieder.

 

Ort: Hauptstr. 19, 10827 Berlin  

Mehr Informationen im Flyer.

 

Der Arbeitskreis Analytische Psychologie ist die regelmäßige Fortbildungsveranstaltung des C.G.Jung-Instituts Berlin für alle Mitglieder und Ausbildungskandidat*innen. Der AK findet vier mal pro Jahr statt. Gäste sind uns willkommen, wir bitten bei Interesse um eine kurze E-Mail-Mitteilung an den Leiter des AK Dr. Claus Braun (clausbraun(at)online.de).

Interne Veranstaltung. Für Mitglieder des JIB, auch für Mitglieder und AWBT des IfP, Gäste nach Anmeldung willkommen.
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