Symposion im C.G. Jung Institut Berlin 2026 (Freitag): Vortrag Teil 1

Liebe Mitglieder des C.G. Jung Instituts Berlin (JIB), des Psychoanalytischen Ins4tuts Berlin (PaIB) und des Edith-Jacobson-Instituts (EJI) und liebe Aus- und Weiterbildungskandidat:innen,

 

wir möchten Sie herzlich zum ersten Vortrag im neuen Jahr einladen, der im Rahmen des traditionellen jährlichen Symposiums des Jung-Instituts-Berlin (JIB) den Start in das neue Jahr markiert. Der diesjährige Vortrag hat zwei Teile. Unser Mitglied Herr Dipl.-Psych. Fatih Güç, Autor, Dozent, Lehranalytiker und jungianischer Psychoanalytiker, wird den ersten Teil seines Vortrages am 23.01.2026 in der Goerzallee 5, Raum 1 um 20.00 Uhr, halten. Der zweite Teil folgt am am 13.02.2026 in der Hauptstraße 19, 18.00 bis 22.00 Uhr. Beide Vorträge sind offen für alle Fachrichtungen und die drei In-Institute am IfP.

 

Der Titel des Vortrages lautet: „Integration der Konzepte der Analytischen Psychologie zu einer Feldtheorie“

 

Er schreibt zu seinem Vortrag:
Jung hat, wie auch Freud, einige Energiegesetze aus der Physik übernommen und auf das Psychische angewandt. Die Idee einer jungianischen Feldtheorie möchte ich am Beispiel eines Primäraffekts entwickeln: Ekel stellt aufgrund seiner strukturellen Beschaffenheit minimale, basale, archetypische Strukturen zur Verfügung, die den Säugling und seine Bezugspersonen in einem intersubjektiven Austausch wie ein Container zusammenhalten und den Energiefluss sicherstellen.

 

Der Energiefluss steht dabei unter dem Einfluss mehrerer dynamischer Momente: – das Unbewusste der beiden Interaktionspartner, körperlich-geistige und naturhaa-kulturelle Einflüsse und ihre räumlich-zeitliche Gestaltung. Zusätzlich wirken auch die zwei menschlichen Ordnungen, prägenital und genital, strukturierend. In ihrer Gegensätzlichkeit bilden diese Strukturen und die darin fließende Energie zusammen ein Feld, das Veränderung oder Erstarrung ermöglicht. Der energetische Zugang verhilft auch zu einem neuen Verständnis von Selbst-Objekt-Übertragung in der Analytischen Psychologie.